Blasenbildung Bei
Feuchtwetter wird vom Lackaufbau eine geringe Menge Wasserdampf
aufgenommen die bei trockenem Wetter wieder verdunstet. Dieser Vorgang
ist normal und schädigt einen aus aufeinander abgestimmten Schichten
bestehenden Lackaufbau nicht. Bei unsachgemäßer Untergrundbehandlung
können hygroskopische (wasserziehende) Substanzen (Salze) als
Verunreinigungen zurückbleiben. Diese bewirken lokale Konzentrationen
von Feuchtigkeit, die den Lackfilm als Blasen abheben. Blasen können als
Erhebungen in unterschiedlicher Größe, Anordnung und Häufigkeit
auftreten. Sie können zwischen den einzelnen Schichten, aber auch unter
dem gesamten Lackaufbau entstehen. Bei trockenem Wetter bilden sich die
Blasen größtenteils zurück.
Ursachen:
Die zu
lackierenden Oberflächen (Füller, blankes Blech etc.) wurden nicht
genügend gereinigt. Verunreinigungen durch Salzrückstände, z.B.
schmutziges Schleifwasser oder Handschweiß bleiben vor dem Lackieren
auf dem Untergrund. Die Anordnung der Blasen läßt Rückschlüsse auf die
Fehlerursache zu. (perlschnurartig = Wischspuren, nestförmig = in der
Regel Handballen- oder Fingerabdrücke)
Zu früher
Auftrag von Grund- oder Deckmaterialien nach dem Naßschleifen von
Polyestermaterialien
Verunreinigungen
aus der Spritzluft
Vermeidung:
Die zu
lackierenden Flächen intensiv mit sauberem
Leitungswasser reinigen. Schleif- und Reinigungsmittel häufig
wechseln, besonders im Winter, wenn Reparaturfahrzeuge mit Streusalz
behaftet sind.
Polyestermaterialien möglichst nur trocken schleifen, anderenfalls die
Materialien isolieren
Für saubere
Spritzluft sorgen; regelmäßig Öl- und Wasserabscheider überprüfen
Reparatur:
Der Lackaufbau
muß bis auf "gesunde" Schichten abgeschliffen werden. Anschließend
erfolgt der Neuaufbau mit geeigneten Grund- und Decklackmaterialien.