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25 Jahre TOPLAC

…reden wir von den Anfängen: Geschäftsführer Lutz Poweleit und TOPLAC-Mitarbeiter aus dem „Start-Team“ im Interview

 

 Die „klassische Frage“ gleich zu Beginn an Lutz Poweleit: Wer kam auf die Idee, TOPLAC zu gründen?

 

Er erzählt: „Johannes Herrmann arbeitete schon lange mit Glasurit im Raum Cham zusammen. Der Glasurit-Vertrieb Deutschland hatte ihm nach der Grenzöffnung die Möglichkeit eingeräumt, im Großraum Dresden den regionalen Glasurit-Vertrieb aufzubauen. So suchte er einen Lackiermeister aus der Region und die berühmten „Zufälle des Lebens“ führten zum Kontakt mit mir. Das waren die Anfänge einer langjährigen Geschäftsbeziehung. Das „Handwerkzeug“ mit den Glasurit-Materialien erlernte ich im Wesentlichen beim Chamer Vorführmeister Hans Grassl.“ TOPLAC Geschäftsführer

Nun wollen wir wissen, wie der Name „TOPLAC“ gefunden wurde.

 

Lutz Poweleit berichtet: „Auch der hat seine Wurzel in der Chamer Gegend. Dort gab es bereits einen Zusammenschluss von Autoreparaturbetrieben unter diesem Namen und Johannes Herrmann war dort Teilhaber. Inzwischen gibt es „TOPLAC“ mit unterschiedlichen Beteiligungsverhältnissen ja auch in Tschechien, der Slowakei, Rumänien und in der Ukraine.“

 

„Dynamisch“ waren in der Erinnerung von Lutz Poweleit auch die ersten Aktionen: Am 01.07.1990 kam eine erste Materiallieferung Glasurit von 42 Tonnen auf den poweleitschen Hof nach Grumbach. Das Material wurde von dort zu den Kunden geliefert. Ab Mai war Lutz Poweleit bereits mit Zubehörprodukten aus dem Chamer Lagersbestand unterwegs bei den Lackierbetrieben gewesen.

 

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Ein „Startbonus“ für TOPLAC war, dass ein großer Teil der Mitglieder der ELG des Lackierer- und Schildermalerhandwerkes dem Kauf der ELG durch TOPLAC zustimmten. Die Mitglieder wurden von TOPLAC ausgezahlt. Viele dieser Betriebe wurden Partner von TOPLAC und ermöglichten dadurch auch einen guten Start.

 

Es verging nur eine kurze Zeit nach der TOPLAC-Gründung, da wurde bereits eine echte TOPLAC-Tradition ins Leben gerufen: der Lackierer-Stammtisch. Der erste fand bereits am 01.02.1991 in der Autolackiererei Grumbach statt. Und durch alle Zeiten hat sich eines gehalten: Es war und ist immer ein sehr gut besuchtes Treffen mit vielen wertvollen Informationen für die Teilnehmer und geselligen Gesprächen mit dem Toplac-Team.

 

 

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Jetzt fragen wir mal einen weiteren „Start-Teilnehmer“ zu seinen Eindrücken:

 

Unser Fachberater Roland Wagner erinnert sich :

„Es war im Februar 1992. Ich bekam von Lutz Poweleit einen Zettel in die Hand gedrückt. Auf diesem standen Anschriften…dort wurden Lackierereien „vermutet“. Also bin ich losgefahren und habe versucht, die Betriebe zu finden und Kontakt aufzunehmen. Mein Vorteil war, dass ich vor 1990 im Autoreparaturwerk in Dresden gearbeitet habe. Dort wurden auch Autos aus dem „NSW“ (heißt „Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet“ – sprich Westen) lackiert – und zwar mit Glasurit-Material. Das Material bekamen wir zwar auf „Zuteilung“ -aber ich kannte mich dadurch bereits recht gut aus.

 

Viel gelernt habe ich in den ersten Monaten auch durch die gemeinsamen Kundenbesuche mit den Mitarbeitern der Lieferanten von Zubehörmaterial, die kamen ja auch alle von „westwärts“. Diese „Ganztages-Seminare“ wurden nur durch den kurzen Schlaf in den Hotelzimmern unterbrochen.

 

In der ersten Zeit war ich mit einem Mitsubishi-Bus L 300 unterwegs – er hieß bei uns nur die „Karpatenziege“. Im Bus hatte ich für den „Direktverkauf“ verschiedenes Material. So habe ich schnell Kontakt zu den Lackierern gefunden. Später bin ich mit einem PKW-Kombi unterwegs gewesen. Einen Beifahrer konnte ich aber in dem großen Auto nicht mit unterbringen: der Sitz war belegt mit einer großen Basisstation für die Sensation dieser Zeit …dem Mobiltelefon. Nachdem das im Laufe der technischen Entwicklung etwas „schlanker“ geworden war machte sich auf dem Beifahrersitz die nächste technische Entwicklung breit…das mobile Faxgerät. Wenn ich dagegen heute mein IPhone in die Hand nehme…es ist schon der Wahnsinn!“

 

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Aber noch einmal zu den Erinnerungen:

 

„Nach der „Wende“ gab es im Raum Dresden/Cottbus mehrere Glasurit-Händler…das Haus Glasurit musste hier erst noch klare Strukturen schaffen. Und TOPLAC war stolz, als wir schließlich den Status „Leithändler“ erhielten.

 

Die Produkte der Anfangszeit waren im PKW-Bereich die Reihe 54 für Zweischicht- und die Reihe 21 für Einschichtlackierungen, ergänzt mit dem 94er-Klarlack. Im NFZ-Bereich wurde mit der Reihe 18 lackiert.

 

Mit unseren Auftragsblöcken waren wir beim Kunden vor Ort – „Schönschrift“ war also noch erforderlich. Es wurde nahezu alles gebraucht und gekauft. Der technische Stand in den Lackierereien hatte – mit den Augen von heute betrachtet – „Museums-Charme“. Es gab nur wenige Lackierkabinen, oftmals nur abgeschlossene Räume oder Garagen. Diese wurden vor dem Lackieren mit dem Wasserschlauch „staubarm“ gemacht. Lackierer waren schon immer einfallsreich!“

 

Ein Mitarbeiter, der zum „Urgestein“ gehört ist Andreas Butze.

 

Hier sind seine Erinnerungen:

„Der erste Winter nach der Gründung von TOPLAC war sehr kalt. Da die neuen Materialien temperaturempfindlicher waren als die bisher eingelagerten, setzten wir ein Dieselaggregat ein, um wenigstens einigermaßen die geforderten Lagertemperaturen zu erreichen. Das war in unseren „vereinigten Hüttenwerken“ wie wir die Barackenansammlung nannten in der TOPLAC gestartet ist, nicht einfach. Es zog an allen Ecken. Selbst beim Einwiegen der Basisfarben mussten wir den Windeinfluß berücksichtigen: wurde die Tür zur Baracke im falschen Moment geöffnet, pustete der Wind schon mal den Waagenteller an …nicht so gut, wenn der Farbton stimmen soll!

 

In der Startphase kamen unsere Materialieferungen noch aus Cham. Mit dem wachsenden Kundenkreis und dem steigenden Umsatz erfolgten die Lieferungen immer mehr direkt zu TOPLAC. Heute erwartet jeder Kunde, dass seine Aufträge auf den Punkt und in kürzester Zeit geliefert werden – das ist ein ganz anderes Tempo geworden.

 

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Nachdem wir mit unserem ersten Bericht „zu den Wurzeln vorgedrungen“ sind, werden wir in den kommenden Monaten berichten, was die TOPLAC-Mitarbeiter heute so treiben und vor allem, wie erfolgreich sich viele unserer Partner in den letzten Jahren entwickelt haben. Bleiben Sie also gespannt …

 

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